Eintracht Frankfurt treibt durch seine Digitaltochter "EintrachtTech" seine Digitalisierungs- und Innovationsoffensive weiter voran. Dazu holt sich der Top-Verein jetzt Unterstützung – allerdings nicht vom Namensgeber des Heimatstadions "Deutsche-Bank-Park", sondern von VR Payment, dem Zahlungsspezialisten der Volksbanken Raiffeisenbanken. Der mehrjährige Kooperationsvertrag zwischen Eintracht Tech und VR Payment sieht unter anderem den Aufbau einer modernen Payment-Infrastruktur zur Abwicklung bargeldloser Zahlungen im Deutsche Bank Park vor, berichtet der Branchendienst "Finanz-Szene.de".

Neben den "Point of Sales" in und um das Stadion werden zukünftig auch alle Onlineverkäufe und das stationäre und mobile Payment in den Fanshops der Eintracht von VR Payment verarbeitet. Zudem beteiligt sich der Paymentdienstleister mit seiner Expertise zur Zahlungsabwicklung an der Entwicklung einer digitalen Plattform, auf der alle wesentlichen Services der Eintracht gebündelt werden. Durch EintrachtTech entsteht zudem auf Basis dieser Plattform ein digitales Ökosystem, das regionale und internationale Partner mit den Bewohnern der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main vernetzt. Auch hier übernimmt VR Payment die Zahlungsabwicklung.

"VR Payment ist für die Umsetzung unserer Digitalstrategie der perfekte Partner. Es ist ein führender Paymentdienstleister in Deutschland und unsere Unternehmen verbindet die gleiche Leidenschaft für die Digitalisierung. Darüber hinaus ist VR Payment stark in der Region vernetzt und hat als genossenschaftliches Unternehmen eine große Expertise im Bereich der Plattformökonomie", sagt Timm Jäger, Geschäftsführer der Eintracht Tech GmbH.

Deutsche Bank sieht Zusammenarbeit mit der Eintracht "unberührt"
Ein Sprecher der Deutschen Bank betont gegenüber FONDS professionell ONLINE, dass die Zusammenarbeit zwischen seinem Institut und Eintracht Frankfurt bei der Entwicklung der Bezahllösung davon unberührt sei. "Bei Kartenzahlungen gibt es einen 'Issuer', der die Karte ausstellt, und einen 'Acquirer', der die Lesegeräte stellt und die Zahlung abwickelt", erläutert der Sprecher. "Wir agieren als Partner auf der 'Issuer'-Seite, stellen also virtuelle Karten und die Abrechnung bereit." Für die Geräte und die Abwicklung habe sich die Eintracht für VR Payment entschieden. In diesen Auswahlprozess sei die Deutsche Bank nicht involviert gewesen.

"Die Basis für das gesamte Bezahlmodell ist die Eintracht App, die Eintracht Frankfurt und Deutsche Bank als Innovationspartner gemeinsam entwickelt haben", so der Sprecher. "Die Bezahllösung kann auch über das Stadion hinaus eingesetzt werden." (mb)