Unter der Matratze, im Mülleimer, untergemischt unters Kaffeepulver oder sogar im Toiletten-Spülkasten: Viele Bundesbürger verstecken ihr Bargeld gerne innerhalb der eigenen vier Wände. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hat bei Edelmetall-Händlern nachgefragt, welche Gold-Geheimdepots bei ihren Kunden besonders beliebt sind.

Ein echter Klassiker ist demnach die Gefriertruhe. Danach folgen selbstgegossene Beton-Blumenkübel vor der Haustür sowie Spinnen- und Schlangenterrarien. Auch der Platz hinter Fußleisten oder Klebeband an Schubladen seien als Verstecke beliebt.


Eine Umfrage von Statista und Yougov hat die (mitunter durchaus kreativen) Verstecke der Deutschen ausfindig gemacht – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben.


Das vielleicht ungewöhnlichste Versteck, das Dominik Lochmann, Geschäftsführer des Edelmetallhauses ESG-Edelmetall-Service, bislang gesehen hat, war eine 20 Zentimeter hohe Skulptur aus Gold, die wahrlich "nicht schön anzusehen gewesen ist". Der Kunde, clever wie er war, ließ die hässliche, aber äußerst wertvolle Figur vor rund 40 Jahren mit mattschwarzem Lack überziehen. So fristete sie viele Jahre lang ein unauffälliges Dasein auf seinem Schreibtisch, ohne dass jemand sie auch nur eines Blickes gewürdigt hätte.

Vorsicht vor Tresoren aus dem Internet
Doch egal, wie kreativ das Versteck auch ist: Experten raten klar davon ab, Wertgegenstände zuhause zu verwahren. Stattdessen empfehlen sie laut FAZ, Bargeld oder Schmuck in Bankschließfächern zu lagern oder einer professionellen Verwahrstelle anzuvertrauen. Das verursache zwar Kosten, sei aber sicherer.

Wer sein Vermögen unbedingt daheim aufbewahren möchte, sollte wenigstens auf einen qualitativ hochwertigen Tresor setzen. Diese gibt es mittlerweile in allen Formen und Größen. Im Internet bieten findige Geschäftsmänner sogar Varianten an, die in Sachen Kreativität locker mit dem selbst gegossenen Blumenkübel mithalten können: Dort finden sich zum Beispiel Tresore in Buchform oder als klassische Dosen für Sauerkraut getarnt. Auch Flaschen gibt es, die oben und unten mit Flüssigkeit gefüllt sind, sich aber in der Mitte aufschrauben lassen. Selbst diverse Möbel haben die Tresor-Hersteller bereits dank doppelter Böden zu sicheren Geldverstecken umfunktioniert.

Jedoch sollten sicherheitssuchende Sparer solche Angebote mit Vorsicht genießen, mahnt die Zeitung: Denn auch Diebe würden sich über solche "Geheimverstecke" auf dem Laufenden halten – und genaustens verfolgen, wer Derartiges online bestellt. (fp/mb)