"Wo angebracht" habe die Bank "personelle Maßnahmen ergriffen – dazu gehört, dass wir Arbeitsverhältnisse mit bestimmten Personen beendet haben", sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing am Donnerstag (28.5.) auf der Hauptversammlung der Bank in Frankfurt im Zusammenhang mit der früheren Geschäftsbeziehung zu Jeffrey Epstein. Welche Mitarbeiter betroffen waren, sagte er nicht.

Die historischen Verbindungen der Deutschen Bank zu Epstein untergraben weiterhin die langjährigen Bemühungen des Geldhauses, seinen früheren Ruf als Skandalmagnet abzuschütteln. Im Jahr 2020 erklärte sich die Bank bereit, der New Yorker Bankenaufsicht 150 Millionen Dollar zu zahlen. Dies geschah nach mehreren Verstößen gegen Compliance-Vorschriften, darunter eine fünfjährige unzureichende Überwachung der Finanzgeschäfte des inzwischen verstorbenen Sexualstraftäters.

Sewing räumt Fehler ein
"Wie im Jahr 2020 dargelegt, erkennen wir unseren Fehler an, Herrn Epstein im Jahr 2013 als Kunden aufgenommen zu haben, so wie die Schwächen aus unseren damaligen Prozessen", sagte Sewing. "Wir haben aus unseren Fehlern und Versäumnissen gelernt."

Die Bank habe "erhebliche Mittel" in Schulungen und Kontrollen investiert sowie ihr Team zur Bekämpfung von Finanzkriminalität verstärkt, sagte der Vorstandschef. "Wir waren vollständig transparent, haben diese Angelegenheit bei unseren Aufsichtsbehörden angesprochen, unsere Risikotoleranz angepasst und die Themen systematisch aufgearbeitet", sagte Sewing.

Keine Hinweise auf Fehlverhalten des Vorstands
Norbert Winkeljohann, Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank, sagte den Aktionären, es gebe keine Hinweise darauf, dass Mitglieder des Vorstands sich in der Geschäftsbeziehung der Bank mit Epstein "unangemessen verhalten" hätten. (mb/Bloomberg)