Die Abwicklung der Bad-Bank Heta läuft besser als erwartet. In der Folge muss Österreich weniger neue Schulden aufnehmen als zuletzt veranschlagt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Heta ist die Abbaugesellschaft der im Jahr 2009 verstaatlichten Krisenbank Hypo Alpe Adria. Der Abbau hat Österreich bisher eine Ausschüttung von 1,8 Milliarden Euro eingebracht und damit deutlich mehr als prognostiziert, berichtet Reuters unter Berufung auf die Österreichische Bundesfinanzagentur ÖBFA.

In der Folge hat die ÖBFA den Finanzierungsplan für das laufende Jahr überarbeitet. Statt wie bisher 27 bis 30 Milliarden Euro veranschlagt die Bundesfinanzagentur nun 25 bis 28 Milliarden Euro für die weitere Abwicklung. Auch der Reservetermin für die Auktion einer Bundesanleihe am 7. August wird nicht genutzt.

Luxusyacht zu verkaufen
Bis zum Jahr 2020 soll das Heta-Portfolio, das unter anderem Immobilien, Grundstücke und Luxusyachten enthält, komplett abgewickelt sein. Es handelt sich dabei um eine der größten Banken-Abwicklungen Europas. Die Heta geht davon aus, dass die Abwicklung insgesamt rund 10,5 Milliarden Euro einbringen wird. Die Kosten der Hypo-Krise für Österreich liegen Schätzungen zufolge bei rund sechs Milliarden Euro. (fp)