Die Ergo hat die Trendwende geschafft: Standen in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 jeweils Verluste in den Büchern des Erstversicherers, so konnte die Ergo-Mutter Munich Re nun bei der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen für 2017 einen Gewinn bei der Tochter verkünden.

Insgesamt erwirtschaftete die Ergo einen Überschuss von 273 Millionen Euro. Damit habe sie das im August anvisierte Ziel eines Gewinns in der Spanne zwischen 200 und 250 Millionen Euro übertroffen. Wesentlich dazu trug das vierte Quartal mit 48 Millionen Euro bei.

Umsetzung von Strategieprogramm erfolgreich
Der Grund für die schwarzen Zahlen war laut der Pressemitteilung ein "deutlich verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis im In- und Ausland sowie geringere Aufwendungen". Zudem stiegen die gebuchten Bruttobeiträge leicht auf 17,5 (17,4) Milliarden Euro.

Der Versicherungskonzern, der Ende des vergangenen Jahres seine Pläne für einen externen Run-off seiner klassischen Lebenspolicen aufgab, hat laut der Mutter Munich Re 2017 zudem Erfolge bei seinem Strategieprogramm zur Digitalisierung verzeichnen können: So sei der hauseigene Online-KfZ-Versicherer "Nexible" rechtzeitig vor der Wechselsaison im November an den Start gegangen. Andere IT-Einheiten hätten ebenfalls die Arbeit aufgenommen. (jb)