Die Ergo hat erneut unterstrichen, dass sie bis Ende 2020 im Rahmen ihres Sanierungs- und Digitalisierungsprogramms keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen werde. Der 2016 angekündigte Abbau trifft zuvorderst Agenturen, aber auch andere Bereiche. "Wir werden die großen Verwaltungsstandorte nicht antasten und auch die Zahl der Regionaldirektionen nicht verringern, sofern diese ihre Neugeschäftsziele nicht wesentlich verfehlen", sagte Achim Kassow, Chef der Ergo Deutschland, in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen Zeitung".

Der Manager, der im Laufe seiner Karriere lange Zeit den Chefsessel der Commerzbank-Tochter Comdirect innehatte, begründet den Personalabbau unter anderem mit den vielen Verwaltungseinheiten. "Ergo ist aus vielen einzelnen Versicherern wie etwa der Victoria oder der Hamburg-Mannheimer entstanden. Da gab es einige Doppelstrukturen", so Kassow laut der Zeitung. Hinzu komme die Automatisierung, die bei vergleichsweise einfachen Produkten wie einer Kfz- oder Zahnzusatzversicherung besonders zu Buche schlägt.

Der Ergo-Deutschland-Chef gibt sich ferner optimistisch, dass das für 2021 angepeilte Ziel eines Gewinns in Höhe von 600 Millionen Euro erreicht werde. So hat der Versicherer 2017 bereits, nach Verlusten in den Jahren davor, einen Gewinn nach Steuern von rund 270 Millionen Euro eingefahren. (jb)