Ermotti-Nachfolge: UBS hat auch externe Kandidaten im Blick
Bei der Nachfolge von UBS-Chef Sergio Ermotti setzt die Großbank nicht nur auf interne Kandidaten. Auch externe Bewerber sollen geprüft werden, während die Integration der Credit Suisse weiter voranschreitet.
Die Schweizer Großbank UBS wird bei der Suche nach einem Nachfolger für Konzernchef Sergio Ermotti auch externe Kandidaten in Betracht ziehen. Damit signalisiert das Institut, dass sich das Rennen über den bisherigen Kreis interner Bewerber hinaus ausweitet.
"Meine Aufgabe ist es, so viele interne Kandidaten wie möglich vorzubereiten und dem Verwaltungsrat vorzuschlagen", sagte Ermotti am Dienstag (20.1.) in einem Interview mit "Bloomberg TV" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Die Aufgabe des Verwaltungsrats ist es aber auch, externe Kandidaten zu prüfen und die beste Lösung für die Zukunft zu finden."
Interne Kandidaten bereits im Fokus
Ermotti hatte zuvor signalisiert, er wolle seinen Posten in etwa einem Jahr abgeben, sobald die Integration der Credit Suisse abgeschlossen ist. Zu den bislang als interne Anwärter gehandelten Spitzenmanagern zählen der Leiter des Asset Managements Aleksandar Ivanovic, die beiden Co-Leiter des Wealth Managements Iqbal Khan und Rob Karofsky sowie Chief Operating Officer Beatriz Martin.
Integration der Credit Suisse läuft
Derzeit migriert die UBS die Kunden der Credit Suisse auf die eigenen IT-Systeme. In einem weiteren Schritt sollen die Systeme des früheren Rivalen abgeschaltet werden, um Kosten zu sparen. Dieser Schritt wird zu Stellenstreichungen führen, die die UBS in ihrem Heimatmarkt auf rund 3.000 beziffert hat.
Hohe Anforderungen an künftigen CEO
Ein neuer CEO wird das Institut durch mehrere Herausforderungen steuern müssen. Dazu zählen geplante Bankenreformen in der Schweiz, die möglicherweise deutlich höhere Kapitalanforderungen nach sich ziehen. Zudem will der Konzern seine Aktivitäten in den USA stärken und verfolgt Wachstumspläne in zahlreichen Regionen weltweit.
Kelleher bringt mögliche neue Rolle ins Spiel
UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher hat die Idee ins Spiel gebracht, dass Ermotti zu einem späteren Zeitpunkt seine Rolle übernehmen könnte. Ermotti wollte im Interview nicht sagen, ob er an diesem Posten interessiert ist.
Der 65-jährige Ermotti führte die UBS bereits von 2010 bis 2021 als CEO und wurde anschließend Verwaltungsratspräsident der Swiss Re. Anfang 2023 kehrte er zur UBS zurück, um das Institut durch die Integration der Credit Suisse zu führen. (mb/Bloomberg)




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