Die Online-Banking-Plattform George, der bei vielen Gelegenheiten gepriesene Stolz der österreichischen Erste Group, wird vorerst doch nicht in Deutschland ausgerollt. Bereits ab dem Jahr 2017 hatte die Bankengruppe die Lage in Deutschland sondiert. Mit dem Multi-Banking-Tool wollte man auch im Nachbarland gegen die Fintech-Konkurrenz antreten. Doch deren Wettbewerb ist offenbar zu stark.

Die Expansion mit George nach Deutschland ist zumindest für die nächsten eineinhalb Jahre auf Eis gelegt, wie die Erste Group im Umfeld der Verlautbarung vorläufiger 2019er-Zahlen in der Vorwoche bekannt gab. Privatkundenvorstand Peter Bosek nannte als Grund den harten Wettbewerb unter den deutschen Onlinebanken. Insbesondere machen die rasant wachsenden "Smartphone-Banken" wie N26 oder Revolut den Banken das Geschäft streitig.

In vielen CEE-Ländern hat die Erste Group George indes bereits ausgerollt. Es gibt rund 5,4 Millionen George-User in CEE. In Ungarn und Kroatien soll die Plattform 2020 eingeführt werden. (eml)