Das Hamburger Fintech Tomorrow hat mit seiner gleichnamigen Banking-App an diesem Freitag den Marktstart vollzogen. Die Pläne der drei Gründer zum Aufbau einer "grünen" Smartphone-Bank waren im April öffentlich geworden (FONDS professionell ONLINE berichtete).

"Finanzen hängen in Sachen Nachhaltigkeit immer noch gewaltig hinterher. Was aus unserer Sicht auch daran liegen dürfte, dass die bisherigen Angebote etwas sperrig daher kommen", sagte Gründer Jakob Berndt im Gespräch mit FONDS professionell. "Wir wollen das Thema aktiv aus der Nische holen."

Nachhaltige Anlageprodukte sollen folgen
So will das Fintech, das ausschließlich auf den digitalen Vertriebsweg setzt, mit den Kundeneinlagen künftig Mikrokredite, Ökolandbau und regenerative Energien fördern. Die Produktpalette ist noch überschaubar. Zum Start bietet das Fintech lediglich ein kostenfreies Girokonto mit einer Debit-Mastercard inklusive drei kostenlosen Abhebungen pro Kalendermonat an.

Perspektivisch möchten die Gründer Inas Nureldin, Michael Schweikart und Jakob Berndt jedoch eine "umfassende digitale Plattform rund um Finanzen mit positivem Impact entwickeln". Dazu zählt auch eine Premiumversion des Girokontos mit einer Reihe von zusätzlichen Funktionen. Die kostenpflichtige Variante beinhaltet zukünftig auch ein Partner-Programm mit Produkten und Dienstleistungen von "grünen" Marken. Die Palette soll dabei von Co-Working über emissionsfreie Mobilität bis hin zu Eco-Sneakern, also fairen und veganen Schuhen, reichen. Auch nachhaltige Anlageprodukte sollen folgen.

Solaris Bank bringt die nötige Bafin-Lizenz mit
Die Gründer von Tomorrow arbeiten mit der Berliner Solaris Bank zusammen, die die notwendige Banklizenz mitbringt und die Transaktionen abwickelt. Über Solaris ist Tomorrow auch Teil der gesetzlichen Einlagensicherung. Guthaben bei der neuen Smartphonebank sind somit bis zu 100.000 Euro je Kunde versichert. (mh)


Einen ausführlichen Artikel zu den Plänen der Bank lesen Sie in FONDS professionell 3/2018 ab Seite 322. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin abrufen.