Kleider machen Leute – und neue Gesichter können zu einem Imagewandel beitragen. Das dachten sich offenbar auch der Eigentümer von Fairvesta. Denn der durchaus umstrittene Immobilienfondsanbieter wird auf den Namen Verifort Capital umgetauft. "Unter dem Dach unserer neuen Marke Verifort Capital wollen wir die Gruppe in Richtung eines modernen Fonds- und Assetmanager weiterentwickeln", sagt Vorstandschef Frank M. Huber in einer Aussendung. Er selbst ist wie berichtet erst seit Mai dieses Jahres an Bord.

Fairvesta verwaltet nach eigenen Angaben zurzeit zwölf Immobilienfonds und ein Vermögen von 800 Millionen Euro. An den Fonds sind 18.000 Privatanleger beteiligt, die weiter im Fokus des Unternehmens stehen. Die neue Verifort Capital soll sich mit Fonds und anderen Anlageprodukten künftig als Investment-Plattform für Kleinanleger positionieren, damit diese am professionellen Immobilienmarkt teilhaben können. Aktuell liege der Fokus auf ausgeuchten Gewerbeimmobilien, Spezialimmobilien wie Hotels und Seniorenheimen.

Wohnen ist nicht mehr interessant
Mit dem Markenwechsel vollzieht der Fondsinitiator offenbar auch einen Strategieschwenk. Bis vor kurzem waren die Fairvesta-Fonds hauptsächlich auf Wohnimmobilien ausgerichtet. Das ist jetzt vorbei: "Mit Blick auf das aktuelle Zinsumfeld und die zu erwartenden Renditen sieht das Unternehmen derzeit kaum noch Chancen bei Wohnimmobilien", erkärt Fairvesta. Es sollen aber wie gehabt "unterbewertete Immobilien restrukturiert“ und anschließend wieder verkauft werden.

Eigentümer von Fairvesta ist seit Ende 2017 eine Gesellschaft des institutionellen Investmentmanagers Activum SG (FONDS professionell ONLINE berichtete). Der neue Marken- und Unternehmensauftritt soll am 8. Oktober auf der größten deutschen Immobilienmesse "Expo Real" vorgestellt werden. (ae)