Knapp 100 Filialen will die Deutsche Bank bis Jahresende dicht machen, rund 450 Vollzeitstellen sollen entfallen. Nun gab das Institut bekannt, welche Standorte schließen sollen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, sind vor allem Filialen in Nordrhein-Westfalen betroffen. In Köln und Essen sollen jeweils drei Standorte schließen, in Düsseldorf vier Filialen. In Berlin sind außerdem sechs Bankfilialen betroffen, in Hamburg, München und Frankfurt jeweils vier Standorte. Die vollständige Liste hat die Deutsche Bank auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Das Institut habe bei der Auswahl der Standorte darauf geachtet, dass die Wege zur nächsten Filiale im ländlichen Raum nicht zu weit werden, sagte der Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, Philipp Gossow, dem "Handelsblatt". "In den Innenstädten ist es auch möglich, mit weniger Standorten für die Kunden da zu sein."

Trend geht zum Digital Banking
Sieben Filialen will die Deutsche Bank in sogenannte Anlagezentren umwandeln. Das Institut wolle und werde flächendeckend präsent sein, betonte Gossow. 400 Filialen seien dafür eine gute Zahl, die in den kommenden Jahren weitgehend stabil bleiben dürfte. Als Grund für die Schließungen nannte er gegenüber der Nachrichtenagentur, dass immer mehr Kunden Bankdienstleistungen digital in Anspruch nehmen. "Durch die Coronapandemie hat sich dieser Trend beschleunigt." (fp)