Die JDC-Group-Tochtergesellschaft Finum Finanzhaus möchte ab diesem Jahr ihre Kohlendioxidemissionen kompensieren. Bei der Jahrestagung des Finanzvertriebs in Stuttgart "wurde erstmals komplette Klimaneutralität erreicht", teilt das Unternehmen mit.

Bei der Jahresauftaktveranstaltung sei darauf geachtet worden, "den Energieaufwand für das Zubereiten der angebotenen Mahlzeiten oder den Materialbedarf für den Druck von Broschüren und Plakaten zu reduzieren sowie unnötige Abfallmengen zu vermeiden", heißt es in einer Pressemitteilung. Die größten Emissionen seien jedoch durch den Kraftstoffeinsatz für die An- und Abreise der Besucher entstanden – zur Jahrestagung nach Stuttgart seien rund 230 geladene Gäste gekommen.

"Unternehmenswald" statt Motorsport-Sponsoring
Zur Kompensation solcher CO2-Emissionen kooperiert der Finanzvertrieb nun mit dem Start-up Treedom, mit dessen Hilfe ein "Unternehmenswald" gepflanzt wird. "Das Ganze geschieht nach einer wissenschaftlich entwickelten Methodik zur Aufforstung und wird entsprechend zertifiziert", teilt Finum Finanzhaus mit.

"Wie schon länger bei unserer Beratungstätigkeit für unsere Kunden wollen wir die ESG-Kriterien jetzt verstärkt auch im eigenen Unternehmen verfolgen und nicht erst dann, wenn es Pflicht wird", sagt Claus Gillen, der Vorstand des Münchner Finanzvertriebs.

Eine Konsequenz der neuen Firmenphilosophie: Finum beendet das Motorsport-Sponsoring. Im vergangenen Jahr hatte Finum das Rennsport-Team "Kremer Racing" unterstützt. Diese Kooperation werde nicht fortgesetzt, teilte ein JDC-Sprecher auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit.

Erfolgreiches Jahr 2019
Der Finanzvertrieb blickt nach eigenen Angaben auf ein gutes Jahr zurück. "Wir sind 2019 zum sechsten Mal in Folge gewachsen und weisen nach vorläufigen Zahlen ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum auf", so Gillen. (bm)