Die Neobank Vivid hat von der niederländischen Aufsichtsbehörde für die Finanzmärkte (AFM) eine Investmentlizenz erhalten. Das teilte das in Berlin ansässige Fintech mit. Mit der Erlaubnis, die offiziell die niederländische Tochter Vivid Money B.V. hält, kann das Start-up künftig selbst Anlageberatung und Anlagevermittlung für Aktien, Fonds & Co. anbieten. Bislang kooperiert das Institut, das neben einem Girokonto und einer kostenlosen Visa-Debit-Karte verschiedene Spar- und Anlageprodukte auf Basis von Aktien oder auch Kryptowährungen anbietet, mit dem Wertpapierhaus CM-Equity. Von einem Ende dieser Zusammenarbeit ist in der Mitteilung keine Rede.

Vivid begründet den Erwerb der Erlaubnis als "wichtigen Schritt auf dem Weg zur finanziellen Super-App". "Mit der Investmentlizenz können wir nun eigenständig die besten Investmentprodukte für unsere Kunden entwickeln und auf den Markt bringen – alles kombiniert mit unseren Banking-Diensten in einer App", lässt sich Executive Director Esmond Berkhout in einer Mitteilung zitieren. "Vom direkten Zugriff auf den weltweiten Aktienmarkt über die Verwahrung von Wertpapieren bis hin zu Cashback in echten Vermögenswerten – der Erhalt der Lizenz erlaubt uns, unsere Mission noch eigenständiger voranzutreiben."

Neue Heimat für Ex-Vantik-Kunden
Das Start-up wurde 2019 in Berlin gegründet und zählt nach eigenen Angaben über 500.000 Kunden, mehr als die Hälfte davon aus Deutschland. Ihre anderen drei Märkte sind Frankreich, Spanien und Italien. Das Fintech konkurriert mit anderen Smartphonebanken wie N26 oder Revolut sowie Neobrokern wie Trade Republic. Kürzlich machte Vivid, das für die Bankgeschäfte auf die Lizenz der Solarisbank zurückgreift, Kunden des insolventen Altersvorsorge-Fintechs Vantik ein Wechselangebot. (jb)