Mindestens drei große Fintechs in Deutschland haben einen Teil ihrer Angestellten wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit geschickt, zeigt eine Umfrage des Branchendienstes "Finanz-szene.de". Die Autoren des Portals haben eigenen Angaben zufolge 26 der namhaftesten deutschen Finanz-Startups gefragt, wie sie vor dem Hintergrund der Krise zu diesem Thema stehen. Ergebnis: 15 der Befragten haben bislang keine Kurzarbeit angemeldet, neun wollten sich nicht äußern – und zwei gaben an, vorübergehend nicht mehr alle Angestellte voll zu beschäftigen.

"Aufgrund der Corona-Pandemie sind einige Kollegen temporär in Kurzarbeit. In einigen Bereichen fällt aktuell nicht so viel Arbeit an, um alle Mitarbeiter zu hundert Prozent auszulasten. Darum mussten wir uns zu diesem Schritt entscheiden", zitiert Finanz-szene.de ein Unternehmen, das anonym bleiben will. Die Kurzarbeit betrifft dort nach eigenen Angaben etwa Arbeitnehmer aus den Bereichen Recruiting und Design und soll schnellstmöglich wieder beendet werden.

Fintechs sind nicht unverwundbar
Das zweite Finanz-Startup, das laut der Umfrage Kurzarbeit angemeldet hat, will ebenfalls namentlich lieber nicht genannt werden. Über ein drittes Fintech, das in der aktuellen Krise diesen Weg geht, hatte das Fachportal bereits am Mittwoch (8. April) berichtet: Dabei handelt es sich laut dem Bericht um den Frankfurter Krypto-Spezialisten Savedroid. Es gebe für diesen Schritt keine unternehmensspezifischen Gründe, erklärte Savedroid-Gründer Yassin Hankir gegenüber dem Branchendienst. "Wir sind von dem gesamtwirtschaftlichen Phänomen da draußen genauso betroffen wie praktisch jedes andere Unternehmen auch." (fp)