Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch hat den maximalen Ausgabeaufschlag für die beiden konservativen Mischfonds FvS Multi Asset – Defensive und FvS – Der erste Schritt gesenkt. Entsprechende Informationen von FONDS professionell ONLINE bestätigte der Anbieter auf Anfrage.

"Wir haben uns dazu entschlossen, den maximalen Ausgabeaufschlag für den FvS Multi Asset – Defensive von fünf auf drei Prozent zu senken, den des FvS – Der erste Schritt sogar auf ein Prozent", sagt Vertriebsleiter Oliver Morath. "Wir sind der Meinung, dass die reduzierten Sätze im aktuellen Niedrigzinsumfeld deutlich besser zu beiden Fonds und deren potenziellen Ertragserwartungen passen."

Fonds für Aktien-Anfänger
Der 1,5 Milliarden Euro schwere FvS Multi Asset – Defensive wird von Elmar Peters verantwortet. Die maximale Aktienquote liegt bei 35 Prozent. Mit dem FvS – Der erste Schritt möchte der Kölner Vermögensverwalter Sparer behutsam an die Wertpapieranlage heranführen.

Dieser Fonds geht aus dem rund 200 Millionen Euro schweren FvS – Bond Total Return hervor und wurde erst vor wenigen Tagen entsprechend umbenannt und umstrukturiert (FONDS professionell ONLINE berichtete). Aktien machen in diesem von Peters und seinem Kollegen Frank Lipowski und Elmar Peters betreuten Portfolio höchstens 15 Prozent aus. Der maximale Ausgabeaufschlag, der zuvor bei drei Prozent lag, wurde im Zuge der Umbenennung auf ein Prozent gesenkt.

Das tatsächliche Aufgeld ist oft Verhandlungssache
Welches Aufgeld ein Anleger tatsächlich zahlt, ist meist Verhandlungssache zwischen Kunde und Berater – die Fondsanbieter geben nur einen Maximalwert vor. Die Bank oder der Vermittler kann den Ausgabeaufschlag rabattieren oder ganz streichen, etwa vor dem Hintergrund der derzeit niedrigen Renditeaussichten.

Dennoch haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Investmentgesellschaften das maximale Agio insbesondere für Renten- und konservative Mischfonds gesenkt (FONDS professionell ONLINE berichtete). Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen gibt es Banken, die standardmäßig das volle Agio ansetzen. In diesem Fall kann der Fondsanbieter mit einer Aufgeld-Absenkung den Vertrieb davon abhalten, ein Agio in einer Höhe zu verlangen, die nicht mehr zum erwarteten Ertrag passt.

Reduziertes Agio hilft beim Kostenausweis
Zum anderen zwingt die Finanzmarktrichtlinie Mifid II die Banken seit Jahresbeginn zu einer höheren Kostentransparenz. Sie müssen ihren Kunden schon vor dem Abschluss in Euro und Cent vorrechnen, mit welchen Kosten ihr Investment verbunden sein wird. Dabei fließt oft das maximale Agio in die Aufstellung ein – unabhängig davon, welches Aufgeld der Berater tatsächlich verlangt. In solchen Fällen hilft ein reduzierter Ausgabeaufschlag dabei, den Kostenausweis nicht zu hoch ausfallen zu lassen. (bm)