Flossbach von Storch stoppt Bau von Hochhaus
Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch wollte unter die Immobilienentwickler gehen. Vor rund zwei Jahren kündigte die Gesellschaft den Bau eines eigenen Hochhauses für sich und Mieter an. Das Projekt wurde nun aber vollständig gestoppt.
Flossbach von Storch hat seine Pläne für den Bau eines eigenen, neuen Büro-Hochhauses begraben. Das Großprojekt für ein 103 Meter hohes Gebäude im Kölner Stadtteil Deutz wurde vollständig gestoppt. Einen entsprechenden Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" hat der Vermögensverwalter auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE bestätigt. Die Errichtung des Gebäudes mit Blick auf den Kölner Dom, das 2029 für einen dreistelligen Millionenbetrag hätte stehen sollen, hatte Flossbach von Storch Ende 2023 angekündigt.
Offiziell werden keine Gründe für das Aus genannt, an der Finanzierung oder der Stadt Köln soll es aber nicht gelegen haben, wie es hinter vorgehaltener Hand heißt. Vielmehr haben sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mittlerweile verändert und damit die Risiken erhöht. In dieser Situation möchte sich der Vermögensverwalter offenbar nicht mit einem Großprojekt exponieren, wie informierte Kreise berichten. Zumal die Unterbringung der 400 Mitarbeiter an einem Ort, einer der Gründe für den Neubau, wohl bald anderweitig gelöst worden sein könnte.
Vermögensverwalter als Vermieter
In dem Haus sollten nicht nur die derzeit an verschiedenen Standorten sitzenden Mitarbeiter des Finanzdienstleisters zusammengeführt werden. Flossbach von Storch wollte der Zeitung zufolge auch Etagen vermieten. Ein weiteres, sechsgeschossiges Gebäude sollte das Hochhaus ergänzen. Auch ein Parkhaus sowie eine Tiefgarage waren geplant. Was mit dem Grundstück passiert, sei noch offen – die Entscheidung ist noch frisch.
Das Vorhaben war schon weit gediehen. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, dass die von Flossbach von Storch eigens gegründete Entwicklungsgesellschaft KDM30 Immobilien am 15. Mai 2025 die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beantragt habe. Der Stadtentwicklungsausschuss des Kölner Rates stimmte einen Monat später zu. Einen Architektenentwurf für das Gebäude gibt es seit Oktober 2024. (jb)




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS










