Die FNZ Bank, Teil der britischen FNZ Group, kommt eigenen Angaben zufolge mit ihrem geplanten Stellenabbau voran. Die Nachfrage nach dem "Freiwilligenprogramm", mit dem das Institut die Zahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland reduzieren möchte, liege "im Rahmen unserer Erwartungen", teilte eine Firmensprecherin auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit. "Wir hatten mit einer Nachfrage im mittleren zweistelligen Bereich gerechnet, und diese werden wir nach Abschluss des Programms voraussichtlich auch erreichen", so die Sprecherin.

Die Bank hatte Mitte April ein Programm gestartet, in dessen Rahmen sich Angestellte um die Auflösung ihres Vertrags "bewerben" konnten. Die Entscheidung, ob die entsprechende Stelle gestrichen werden kann oder nicht, fällt die zuständige Führungskraft gemeinsam mit der Personalabteilung. Um Mitarbeiter zur Auflösung ihres Vertrags zu motivieren, bietet die Bank eine Abfindung von bis zu 180.000 Euro.

"Faire und transparente Rahmenbedingungen"
Hintergrund des Stellenabbaus sind diverse Akquisitionen in den vergangenen Jahren. Zuletzt hatte die Bank Ende 2024 das Einlagen- und Verwahrgeschäft der Fondsdepot Bank integriert. "Gleichzeitig digitalisieren wir unsere Bankprozesse und transformieren unsere Bank-IT", erläuterte die Sprecherin im April auf Anfrage der Redaktion. "Dadurch sind wir in der Lage, unsere Services besser und effizienter anzubieten."

Vor diesem Hintergrund habe man ein "freiwilliges Programm aufgelegt, das Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, im Dialog mit dem Arbeitgeber über einen möglichen Austritt zu entscheiden", so die Sprecherin seinerzeit. Dabei lege die Bank "großen Wert auf faire und transparente Rahmenbedingungen für alle Beteiligten an allen Standorten".

Mehr als 1.000 Mitarbeiter in Deutschland
Das B2B-Institut führt eigenen Angaben zufolge die Depots von mehr als zwei Millionen Endkunden für Finanzvertriebe, Versicherer, Banken und Vermögensverwalter, für die sie ein Volumen von insgesamt rund 140 Milliarden Euro betreut. Die FNZ Bank beschäftigt gut 1.000 Mitarbeiter an deutschlandweit fünf Standorten, darunter die Zentrale in München sowie größere Büros in Hof, dem Sitz der 2023 akquirierten Fondsdepot Bank, und Augsburg, wo sie 2021 die Wertpapiersparte der Augsburger Aktienbank übernommen hatte. (bm)