Linkedin hat sich auch in der Finanzbranche zum zentralen B2B-Netzwerk entwickelt. Eine aktuelle Studie von Digital8.ai zeigt: Die große Mehrheit der Bankvorstände ist zwar auf der Plattform vertreten, doch echte Aktivität bleibt weiterhin die Ausnahme.

Für die Untersuchung wurden die Vorstandsmitglieder der 25 größten deutschen Banken sowie ihre Linkedin-Aktivität für 2025 analysiert. Insgesamt verfügen 127 von 140 Vorständinnen und Vorständen über ein Profil – das entspricht mehr als 90 Prozent. Im Schnitt kommen die Top-Manager auf 5.207 Follower – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dennoch zeigen sich große Unterschiede bei Reichweite und Aktivität.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • 127 von 140 Vorständen (90,7 %) sind auf Linkedin vertreten
  • 103 von 140 (73,6 %) haben 2025 mindestens einmal gepostet
  • Durchschnittlich 5.207 Follower pro Vorstand
  • 12,5 Beiträge im Schnitt pro Jahr und eine Engagement-Rate von 5,24 Prozent
  • Follower-Wachstum im Schnitt bei 35,9 Prozent
  • Weibliche Vorstände wachsen schneller (+42,2 %) und posten häufiger

Ansteigende Aktivität, rückläufige Interaktion
Linkedin gewinnt dabei zunehmend strategische Bedeutung. Die Plattform vereint Entscheidungsträger, Fachöffentlichkeit und Talente in einem professionellen Umfeld. Entsprechend wirkt sich die Präsenz von Führungskräften nicht nur auf ihre persönliche Positionierung aus, sondern auch direkt auf die Wahrnehmung der jeweiligen Bank.

Auffällig ist zudem: Die Aktivität steigt insgesamt, doch die Interaktionsraten gehen zurück. Grund dafür ist vor allem die wachsende Zahl an Followern – Engagement skaliert nicht im gleichen Maße wie die Reichweite.

Authentizität und Interaktion wichtigste Faktoren 
Neben absoluten Follower-Zahlen analysiert die Studie auch die sogenannte "Follower-Employee-Ratio". Diese Kennzahl setzt die Reichweite eines Vorstands ins Verhältnis zur Mitarbeiterzahl der jeweiligen Bank und zeigt, wie stark die persönliche Sichtbarkeit über das eigene Unternehmen hinaus wirkt.

Grundsätzlich gilt: Vorstände erzielen auf Linkedin deutlich höhere Reichweiten als Unternehmens-Accounts – teils um ein Vielfaches. Entscheidend sind dabei vor allem authentische Inhalte, klare Positionierung und die aktive Interaktion mit der Community.

Welche Bankvorstände auf Linkedin besonders viele Follower erreichen, zeigen wir in unserer Bilderstrecke. (mb)