Die Fondsdepot Bank hat ein neues Depotmodell für Kunden von Finanzanlagevermittlern eingeführt. Das "Mix Depot" ist einer Pressemitteilung zufolge für Anleger gedacht, die keine Agios oder Transaktionskosten zahlen möchten und deshalb beispielsweise in preisgünstigere börsengehandelte Indexfonds (ETF) und Anteilsklassen ohne Provisionsanteile ("Clean Shares") investieren. Die Nachfrage nach diesen Produktarten sei zuletzt gestiegen.

Der neue Depot-Typ biete eine einheitliche Gebührenstruktur über alle Fondsgattungen hinweg und ein einfaches Preismodell. Konkret heißt das, dass die jährliche Gebühr 0,1 Prozent des durchschnittlichen Depotwertes beträgt – mindestens jedoch 55 und höchstens 350 Euro pro Jahr. Dafür fallen keine weiteren Transaktionskosten, Ausgabeaufschläge oder andere Anschaffungsnebenkosten an. 

Bislag kein Gebührenmodell für Clean Shares
Bislang verlangte die im bayerischen Hof ansässige Fondsplattform, die zugleich Deutschlands größtes Haftungsdach ist, bei ihrem am häufigsten gewählten Standard-Depotmodell 30 Euro Jahresgebühr. Transaktionen von aktiv gemanagten Portfolios waren kostenfrei, wenn sie online erfolgten, bei ETFs wurden 0,2 Prozent des Anlagebetrages und die Kosten für den Broker in Rechnung gestellt. 

Interessant ist vor allem, dass die Plattform mit dem neuen Depotmodell nun eine Lösung für den Umgang mit Clean Shares gefunden hat. Die Fondsdepot Bank bietet solche provisionsfreien Anteilsklassen zwar schon länger an, tat sich bislang aber schwer damit, mit ihnen Geld zu verdienen. Traditionell behalten die Depotbanken einen Teil der Bestandsprovision ein, um ihre Dienstleistung zu finanzieren – mangels Provision funktioniert dieser Ansatz bei Clean Shares aber nicht. Abzuwarten bleibt, ob andere Fondsplattformen nun ebenfalls mit neuen Gebührenmodellen auf den Trend zu provisionsfreien Fonds reagieren.

Mehr als 11.000 Fonds stehen zur Auswahl
"Wir verbinden Anbieter von gefragten Investmentformen mit Vertriebsorganisationen und Vermittler und Kunden. Einfach und unkompliziert können die Depotinhaber gemeinsam mit ihrem Berater UCITS, ETFs, Dimensional oder Clean Shares kaufen", erklärt Beate Richartz, Chief Customer Officer der Fondsdepot Bank. Zur Auswahl stünden bei der Fondsdepot Bank über 11.000 Fonds von mehr als 300 Investmentgesellschaften. (jb)