Französische Großbank geht in Deutschland auf Kundenfang
Mit der Crédit Agricole drängt eine weitere ausländische Großbank auf den deutschen Retailbanking-Markt. Die Franzosen starten zunächst mit Sparkonten. Ein Girokonto soll folgen. Und im nächsten Jahr stehen Investmentangebote an.
Die französische Großbank Crédit Agricole sammelt in Deutschland Einlagen ein. Das Institut hat neue Angebote für Tages- und Festgeld unter der Marke "Crédit Agricole Savings" gestartet. Ab Oktober soll zudem ein Girokonto folgen, teilte das Geldhaus mit. Bislang bietet die Bank nur einen Online-Zugang an, eine App soll im Herbst kommen. Bis zum Jahr 2028 peilt das Institut an, das Einlagenvolumen auf 30 Milliarden Euro zu verdoppeln. Bereits zu Jahresbeginn hatten die Franzosen das Ziel ausgerufen, in Deutschland zwei Millionen Kunden gewinnen zu wollen.
Crédit Agricole Savings soll bis Ende des Jahres in drei weiteren europäischen Ländern auf den Markt kommen. Insgesamt will die Bank darüber 40 Milliarden Euro an Einlagen einsammeln. Im Laufe des ersten Quartals 2027 werde außerdem das Angebot an Spar- und Investmentlösungen weiter ausgebaut, kündigte das Geldhaus an. In Deutschland ist das Institut bereits mit mehreren Ablegern aktiv, etwa einer Autobank oder dem Konsumentenfinanzierer Creditplus.
Chase vor dem Start
Die Franzosen sind nicht die einzigen ausländischen Akteure, die auf den deutschen Retailbanking-Markt vorstoßen. So startete im vergangenen Jahr die spanische BBVA mit einer Digitalbank in Deutschland. Zudem steht die US-Großbank JP Morgan in den Startlöchern. Die New Yorker wollen mit der Onlinebank Chase ab dem zweiten Quartal hierzulande Einlagen einsammeln. Perspektivisch wollen auch BBVA und Chase Anlageprodukte ins Angebot aufnehmen. (ert)













