Friedrich Merz bleibt der Fondsbranche treu: Wie erwartet behält der CDU-Spitzenpolitiker seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender bei Blackrock Deutschland. Dies berichten diverse Medien, unter anderem das "Handelsblatt" und "Spiegel Online". Merz hatte das Amt aufgrund seiner Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz vorübergehend ruhen lassen. Seit Beginn des Jahres sei er aber wieder voll an Bord, zitiert das "Handelsblatt" Stimmen aus dem Blackrock-Umfeld.

Wäre Merz Parteichef der Christdemokraten geworden, hätte er seinen Posten bei Blackrock aufgeben müssen. Dies habe er auch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Fondsgesellschaft, Larry Fink, besprochen, hatte der Politiker im Herbst 2018 erklärt. Auf dem CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember 2018 unterlag Merz jedoch knapp Annegret Kramp-Karrenbauer. 

Leichte Rückkehr
Dass es für Merz kein Problem sein würde, sein Amt wieder aufzunehmen, hatte sich schon abgezeichnet. Blackrock-Chef Fink hatte bereits im Oktober deutlich gemacht: "Wenn er nicht Vorsitzender der CDU wird, würden wir es sehr begrüßen, wenn er weiterhin mit Blackrock zusammenarbeitet."

Merz steht seit dem Frühjahr 2016 bei Blackrock Deutschland an der Spitze des Aufsichtsrats. Der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion trägt seitdem als Cheflobbyist ein positives Bild der amerikanischen Fondsgesellschaft nach außen und mischt in öffentlichen Debatten mit. Am 30. Januar 2019 wird er um 11:15 Uhr als Top-Referent beim FONDS professionell KONGRESS in Mannheim sprechen. Der Politik bleibt Merz überdies erhalten. Künftig solle er Kramp-Karrenbauer vor allem  in Wirtschafts- und Steuerfragen beraten, schreibt das "Handelsblatt". (am)