Über Visualvest, die digitale Geldanlageplattform der Union-Investment-Gruppe, werden mittlerweile mehr als fünf Milliarden Euro betreut. Das teilt die Tochterfirma des genossenschaftlichen Fondsanbieters mit.

Die Zahl zeigt, wie rasant das Unternehmen mit seinem Angebot wächst. Erst im Sommer 2020 hatte Visualvest mit Blick auf das betreute Vermögen die 500-Millionen-Euro-Marke geknackt, Anfang 2021 war die Schwelle von einer Milliarde Euro überschritten worden. Die Summe des administrierten Geldes hat sich also binnen anderthalb Jahren verzehnfacht.

Filialen sorgen für das meiste Geschäft – nicht das Internet
Das 2015 gegründete Frankfurter Unternehmen ist vor allem für seinen Roboberater für Privatanleger bekannt, der 2016 an den Markt kam. In dieser direkt abschließbaren digitalen Vermögensverwaltung steckt allerdings nur ein Betrag im "sehr niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich", wie das Branchenportal "Finanz-Szene.de" unter Verweis auf eigene Recherchen meldet.

Wichtiger für Visualvest sind zwei andere Produkte: Die Volks- und Raiffeisenbanken vertreiben den Roboberater in einer White-Label-Version online unter der Marke "Mein Invest". Außerdem nutzen sie die Technik der Union-Investment-Tochter für ihr Angebot "Vermögen Plus", das über die Filialen vermarktet wird. Rund vier Fünftel der Assets dürften auf diese Variante entfallen, vermutet "Finanz-Szene.de".

Nicht nur was für "junge, digital-affine Endkunden"
"Das rasante Wachstum des von uns betreuten Anlagevermögens basiert auf der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationsbanken" lässt sich Visualvest-Chef Olaf Zeitnitz in der Mitteilung zitieren. "Unsere Lösungen zur digitalen Vermögensverwaltung sprechen nicht nur junge, digital-affine Endkunden an, sondern werden auch von den Banken in der Kundenberatung vor Ort erfolgreich eingesetzt." (bm)