Fusionspläne: Im Norden könnte ein neuer Volksbank-Riese entstehen
Die Bremische Volksbank Weser-Wümme, die Volksbank Lüneburger Heide und die Volksbank Uelzen-Salzwedel sprechen über eine mögliche Fusion. Kommt sie zustande, würde eine der größten VR-Banken Norddeutschlands entstehen.
Die Bremische Volksbank Weser-Wümme, die Volksbank Lüneburger Heide und die Volksbank Uelzen-Salzwedel haben Gespräche über eine mögliche Fusion aufgenommen. Das berichten die drei Institute in Pressemitteilungen. "Mit der Fusion würde eine der größten Volksbanken in Norddeutschland entstehen", sagt Manuel Harmening, Vorstand der Volksbank Lüneburger Heide.
In einem Pressegespräch ergänzte Ulf Brothuhn, Vorstand der Bremischen Volksbank Weser-Wümme, weitere Details. Die geplante Fusion soll demnach von den Vertreterversammlungen im Mai 2027 abgesegnet werden und dann rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten. Das fusionierte Institut soll unter "Volksbank Bremen Lüneburger Heide" firmieren.
Acht Milliarden Euro Bilanzsumme
Mit dem Zusammenschluss würde demnach eine Bank mit rund acht Milliarden Euro addierter Bilanzsumme entstehen und damit eine der größten VR-Banken in Norddeutschland. Die Banken kämen auf etwa 5,6 Milliarden Euro bilanzielles Kundenkreditvolumen, circa 5,9 Milliarden Euro bilanzielle Kundeneinlagen, knapp 1.000 Mitarbeitende, 45 Filialen und rund 124.000 Mitglieder.
Es "entstünde damit eine Bank, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und regionale Nähe noch stärker miteinander verbinden kann", heißt es in den Mitteilungen der drei potenziellen Partner. Dabei wäre es wohl keine Fusion unter Gleichen: Die Volksbank Lüneburger Heide ist nach Bilanzsumme die mit Abstand größte der drei Banken. Andererseits berichten Medien, dass die Volksbank Uelzen-Salzwedel zuletzt unter einem massiven Bewertungsaufwand litt.
Standorte sollen erhalten bleiben
Auch in einer fusionierten Bank sollen die bekannten Ansprechpartner für Kunden sowie Mitglieder an den jeweiligen Standorten erhalten bleiben. "Nähe soll also nicht abstrakt gemeint sein, sondern konkret erlebbar bleiben: im Gespräch, in der Beratung und in der Verantwortung für die jeweilige Region", heißt es dazu. Eine gemeinsame Bank könnte die Stärken von drei erfolgreichen Genossenschaftsbanken bündeln und zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Etwa über weitere Investitionen in Digitalisierung und moderne Dienstleistungen. (jh)















