Die Volksbank Mittelhessen, die zu den größten genossenschaftlichen Banken in Deutschland gehört, möchte mit der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund zusammengehen. Bei dem geplanten Schulterschluss handelt es sich aber um keine Fusion auf Augenhöhe: Die Mittelhessener besitzen eine Bilanzsumme von rund 7,8 Milliarden Euro und beschäftigen rund 1.368 Mitarbeiter, während das Institut aus Ebsdorfergrund bei 40 Mitarbeitern gerade einmal 267 Millionen Euro an Bilanzsumme aufweisen kann.

Auch in anderer Hinsicht ist die Volksbank Mittelhessen der Seniorpartner: Laut Aussage des Vorstandsvorsitzenden Peter Hanker hat die Bank inklusive aller ihrer Vorgängerinstitute bereits über 200 Fusionen bewerkstelligt. So wurde beispielsweise im Jahr 2009 gleich zweimal fusioniert, zum einen mit der Volksbank Wetzlar-Weilburg eG und zum anderen mit der Volksbank Holzheim. Nukleus der heutigen Volksbank Mittelhessen war die Gewerbebank Gießen, die 1858 gegründet wurde.

Der Tradition folgend soll auch das neue Institut unter dem Namen Volksbank Mittelhessen firmieren. Dessen Vorstand besteht neben dem Vorsitzenden Hanker noch aus Rolf Witezek, Hans-Heinrich Bernhardt und Lars Witteck. (mh)