Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) mit Sitz in Stuttgart hat laut den "Stuttgarter Nachrichten" angekündigt, den Abbau von Filialen zu stoppen und stattdessen neue, "klassische" Zweigstellen zu eröffnen. Dieser Schritt geht aber zulasten der sogenannten "Beratungscenter": In diesen erhalten Kunden nach Terminvereinbarung eine persönliche Beratung zu Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge oder Wertpapieranlagen.

Bereits geschaffene Center werden "bis spätestens Anfang 2021" wieder in Filialen oder aber in Selbstbedienungsstandorte (SB-Standorte) mit Bankautomaten und Kontoauszugdrucker zurückverwandelt. Das zur Landesbank Baden-Württemberg gehörende Institut möchte laut dem Artikel wieder 100 Filialen sowie 120 SB-Standorte unterhalten – gegenüber momentan 76 Filialen, 87 SB-Standorten und 56 Beratungscentern. 

125 neue Mitarbeiter im Privatkundengeschäft
Zur Begründung hieß es nach einer Aufsichtsratssitzung, dass man den Wünschen der Kunden entsprechen werde. Diese wollten vielfach weiterhin eine persönliche Ansprache und maßgeschneiderten Services, kein Beratungscenter, so die Zeitung. In den Filialen könne man sich beispielsweise Geld in Fremdwährung besorgen oder einen Dauerauftrag ändern lassen, wenn man das nicht daheim am Computer veranlassen will oder kann. 

Ferner kündigte die Bank laut der Zeitung an, dass sie insgesamt rund zehn Millionen Euro mehr in Personal und bauliche Änderungen investieren werde. Letzten Endes werde man voraussichtlich 125 Mitarbeiter mehr im Privatkundengeschäft beschäftigen als es nach dem Plan von 2015 der Fall wäre. Man rede hier von Neueinstellungen, nicht etwa nur von Umschichtungen, sagte ein Bank-Sprecher den Stuttgarter Nachrichten. (jb)