In der Deutschen Bank arbeiten 643 Angestellte, die mindestens eine Million Euro brutto im Jahr verdienen – so viele wie in keinem anderen europäischen Finanzinstitut. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" zu den Gehaltsstrukturen großer europäischer Finanzhäuser, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet.

Bei der Deutschen Bank waren zwar knapp neun Prozent weniger Gehalts-Millionäre als im vergangenen Jahr beschäftigt, aber deutlich mehr als bei der britischen Bank Barclays (542) und dem britisch-asiatischen Institut HSBC (399) auf den nächsten Rängen. Eine Sprecherin der Deutschen Bank bestätigte die Korrektheit der Auswertung, die auf Veröffentlichungen in den Geschäftsberichten beruht – und lieferte auch gleich eine Begründung mit: "Wir sind eine global arbeitende Bank. Wir müssen beispielsweise gegenüber den großen amerikanischen Investmentbanken attraktiv bleiben."

Auf dem letzten Platz der insgesamt 17 untersuchten Kreditinstitute liegt übrigens die Commerzbank mit "nur" zwölf Millionären für das Geschäftsjahr 2017, für das laufende Jahr liegen (noch) keine Daten vor. (mb)