Der Tarifstreit zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und den genossenschaftlichen Sparda-Banken ist beendet. In der vierten Verhandlungsrunde haben sich die Vertreter der Banken sowie der Arbeitnehmerseite am vergangenen Montagabend (13.9.) auf einen neuen, zwei Jahre laufenden Tarifvertrag geeinigt, wie Verdi meldet. Über das Verhandlungsergebnis müssen nun die Gewerkschaftsmitglieder abstimmen. Die Haustarifkommission entscheide morgen (15.9.) September 2021 über den Termin der Befragung.

Im Detail konnten die Gewerkschaften eine Erhöhung der Gehälter um 1,25 Prozent zum Jahresbeginn 2022 und eine weitere Erhöhung um 1,25 Prozent zum 1. April 2023 erreichen. Zusätzlich erhalten die Sparda-Banker eine Sonderzahlung von 400 Euro, zwei zusätzliche freie Tage und eine Erklärung zum Erhalt der Arbeitsplätze. In den ersten beiden Verhandlungsrunen hatte die Arbeitgeberseite auf eine Nullrunde gepocht. In der dritten Runde Mitte Juli boten sie dann eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie ab 1. Januar 2023 eine Gehaltserhöhung von 0,75 Prozent mit einer Laufzeit von 27 Monaten.

"Gelohnt, für fairen Tarifabschluss zu kämpfen"
Die zurückliegenden Auseinandersetzungen seien in ihrer Qualität nicht vergleichbar mit vorherigen Tarifrunden bei den Sparda-Banken gewesen, so Verdi-Verhandlungsführer Kevin Voß. "Die Pandemie hat den Beschäftigten noch stärker als sonst Ungerechtigkeiten vor Augen geführt. Gleichzeitig hat die Arbeitgeberseite unverblümter als sonst am alleinigen Profit orientiert argumentiert", sagte der Gewerkschafter. "Ohne die starke Beteiligung der vielen Beschäftigten der Sparda-Banken an den Streiks trotz Corona wäre dieses Ergebnis nicht erreichbar gewesen. Es hat sich gelohnt für einen fairen Tarifabschluss zu kämpfen." (jb)