Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Bundesverband öffentlicher Banken (VÖB) haben Fortschritte bei den Tarifverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten der Landesbanken, Landesbausparkassen sowie der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka erzielt. Beide Seiten näherten sich in Gesprächen am Montag (22.11.) bei den Themen "Entlastung" und "mobiler Arbeit" an. Bei der Vergütung von Nachwuchskräften gibt es sogar eine Einigung, allerdings nicht beim zentralen Gehaltsthema. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Angaben von Verdi. 

"Es ist etwas Bewegung in die Tarifrunde gekommen, was wir auch auf die Aktionen und Warnstreiks der letzten zwei Wochen zurückführen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck der Nachrichtenagentur Reuters. "Es zeigt sich: Nur am Verhandlungstisch werden konkrete Fortschritte erzielt", kommentierte VÖB-Geschäftsführer Dominik Lamminger. Die Einigung für die Nachwuchskräfte sei ein weiteres positives Vorzeichen für die nächste Verhandlungsrunde. Diese solle im Januar stattfinden. "Wir sind bereit, auch bei den noch offenen Themen zügig zu guten Ergebnissen zu kommen", erklärte Lamminger der Öffentlichkeit.

VÖB: Einmalzahlung von 400 Euro
Ein erstes Gehaltsangebot des VÖB sieht laut Handelsblatt eine Laufzeit von 38 Monaten vor. Das Angebot beinhaltet ferner eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro bei Abschluss des Tarifvertrags, eine Lohnsteigerung von 1,4 Prozent zum 1. August 2022, eine weitere Einmalzahlung von 600 Euro zum 1. Januar 2023 sowie eine Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde von 39 auf 38 Stunden die Woche, ab dem 1. Januar 2024.

Verdi war dagegen mit einer Forderung von 4,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer Sozialkomponente von 150 Euro in die Tarif-Verhandlungen gegangen. Wegen dieser Diskrepanz bei den Gehältern seien weitere Streiks wahrscheinlich. "Unsere Bewertung ist, dass es ohne weiteren Druck von außen am Verhandlungstisch nicht weiter gehen wird", zitiert die Zeitung Duschek. (jb)