Moderne Sicherheitstechnik macht Datendieben an Geldautomaten zunehmend das Leben schwer. Der Schaden durch ergaunerte Karten- und Geheimnummern ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Die Frankfurter Einrichtung "Euro Kartensysteme" beziffert ihn auf etwas mehr als 1,4 Millionen Euro, berichtet das Nachrichtenmagazin "N-TV". Im Vorjahr waren es 1,44 Millionen Euro.

Die Experten erklären sich den seit Jahren kontinuierlichen Rückgang mit verbesserten Sicherheitsstandards. Kartendubletten, die die Kriminellen mit den ausgespähten Informationen erstellen, funktionieren im Prinzip nur noch bei Bezahlkarten mit Magnetstreifen. In Deutschland setzt die Branche aber schon seit Jahren auf die sogenannte EMV-Technologie. Dabei werden EC- und Kreditkarten mit Chips ausgestattet, die die Karte bei jedem Gebrauch auf Echtheit prüfen.

Berlin ist Hochburg für Datendiebe
Dennoch lassen die Kriminellen nichts unversucht. Im vergangenen Jahr manipulierten die Datendiebe bundesweit 245 Mal Geldautomaten, um Daten zu erspähen – im Fachjargon "Skimming" genannt. Im Jahr zuvor registrierten die Frankfurter 449 Fälle. Begehrtestes Ziel war Berlin mit 114 Fällen. Dort vermuten die Kriminellen nach Einschätzung der Experten besonders viele Touristen, die noch Karten mit den relativ leicht kopierbaren Magnetstreifen benutzen. (fp)