Die Razzien in den beiden Büros der UBS sind laut informierten Kreisen Teil von Geldwäsche-Ermittlungen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Ein Sprecher der Schweizer Großbank bestätigte die Durchsuchungen in Frankfurt und München. Er erklärte, das Institut kooperiere uneingeschränkt mit den Behörden, könne sich aber nicht weiter äußern. Der "Spiegel" hatte zuerst über die Maßnahme berichtet.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte, dass Filialen einer Bank durchsucht werden und es um den Verdacht der Geldwäsche gehe, nannte aber keine Namen. Eine Behördensprecher betonte, es werde nicht gegen Angestellte der Bank ermittelt. Ein Sprecher Usmanows wies den Vorwurf der Geldwäsche oder Steuerhinterziehung als "unbegründet, falsch und diffamierend" zurück. Usmanow sei ein gesetzestreuer und gewissenhafter Steuerzahler und ein weltweit bekannter Philanthrop, so der Sprecher.

Usmanow gehört zu den bekanntesten Russen, die nach Wladimir Putins Einmarsch in die Ukraine mit Sanktionen belegt wurden. Ihm gehören 49 Prozent der USM, einer russischen Investmentgruppe, die den Eisenerzproduzenten Metalloinvest kontrolliert und deren Wert auf rund 18,6 Milliarden Dollar geschätzt wird. (mb/Bloomberg)