In Niedersachsen kündigt sich ein weiterer Schulterschluss im genossenschaftlichen Bankenlager an. Die Hannoversche Volksbank und die Volksbank Hildesheimer Börde planen die Allianz noch für dieses Jahr. Beide Banken kommen gemeinsam auf eine Bilanzsumme von rund 6,2 Milliarden Euro und rund 1.050 Mitarbeiter.

Nachdem die geplante Fusion mit der Volksbank Springe vor genau einem Jahr gescheitert ist, unternehmen jetzt die Hildesheimer einen weiteren Anlauf – wobei sie sich mit der Hannoverschen Volksbank einen knapp neunmal größeren Partner gesucht haben. Anstatt einer Fusion auf Augenhöhe handelt es sich dabei eher um eine Übernahme. Zwar soll der Name der Volksbank Hildesheimer Börde bestehen bleiben, aber das Institut fungiert zukünftig "nur noch" als Niederlassung der Hannoveraner. Die aktuellen Hildesheimer Vorstände Jörg Biethan und Marcus Hölzler sollen zukünftig als Generalbevollmächtigte des fusionierten Instituts wirken.

Nach der Zustimmung durch die beiden Vertreterversammlungen, die im Juni 2019 tagen, möchte man die Institute rückwirkend zum 1. Januar 2019 verschmelzen. Dem obersten Führungsgremium der fusionierten Bank werden die bisherigen Vorstände der Hannoverschen Volksbank Jürgen Wache, Gerhard Oppermann, Matthias Battefeld und Bernd Müntz angehören. (mh)