Beschäftigte der Commerzbank-Tochter ComTS wollen vor mehreren Filialen des zweitgrößten deutschen Geldhauses protestieren und auf ihre niedrigen Löhne aufmerksam machen. Die Beschäftigten protestieren zum Auftakt am heutigen Montag (19.7.) vor Commerzbank-Filialen in Duisburg, Hamm und Erfurt. In diesen Städten sind Standorte der ComTS.

Das Institut weigert sich bislang, mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Verhandlungen für die Mitarbeiter der Tochter zu führen. Verdi pocht seit Ende vergangenen Jahres auf Gesprächen. Für den Service-Ableger wurde bisher kein Tarifvertrag geschlossen. Bei ComTS arbeiten an bundesweit fünf Standorten rund 1.500 Beschäftige. Sie bearbeiten bankinterne Vorgänge. Der Gewerkschaft zufolge erhalten viele von ihnen Gehälter knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn.

"Zwei Standards"
"Es ist unverständlich, warum sich die Arbeitsdirektorin der Commerzbank, Sabine Schmittroth, gegen Tarifverhandlungen für die Tochtergesellschaft ComTS sperrt", argumentiert Verdi-Vertreter Stefan Wittmann. "Denn zeitgleich führt sie Tarifverhandlungen im privaten Bankgewerbe für die Mutterbank, die Commerzbank. Was sollen diese zwei Standards?", so Wittmann. (ert)