Goldman Sachs hat seine Fondstochter Petershill Partners am Dienstag (28.9.) wie angekündigt aufs Börsenparkett entlassen. Die Aktie der Gesellschaft, die an 19 auf alternative Investments spezialisierten Asset Managern beteiligt ist, verharrte am Ende des Handels an der Londoner Börse auf ihrem Ausgabepreis von 3,5 Pfund (4 Euro). Zwischenzeitlich hatte der Kurs sogar um drei Pence nachgegeben. Insgesamt wurde das Petershill-Papier so bei seinem Börsendebüt mit vier Milliarden Pfund (4,7 Mrd. Euro) bewertet, wie verschiedene Medien berichten.

"Der Börsengang scheint einen fairen Preis gehabt zu haben", kommentierte David McCann, Analyst bei der Londoner Investmentbank Numis, gegenüber der "Financial Times" (FT). "Ich bin aber überrascht, dass der Preis der Aktie nicht gestiegen ist. Allerdings ist es ja früh." Ein möglicher Grund für die Anleger-Zurückhaltung könnte sein, dass im Vorfeld der Erstnotiz viele Fragen offen blieben. "Die Angaben rund um die Vergütung des Managements, die Informationen über andere Anteilseigner und die Details zu den ausgegebenen Aktien war unzureichend", zitiert die FT McCann weiter. Goldman Sachs strebt einen Streubesitzanteil von mindestens 25 Prozent an.

Investments in Immobilien, Hedgfonds & Co.
Petershill hat neue Anteilscheine im Wert von 547 Millionen Pfund (633 Mio. Euro) ausgegeben. Zudem haben bereits existierende Eigentümer Papiere im Wert von rund 465 Millionen Pfund (538 Mio. Euro) abgestoßen. Den Erlös von insgesamt rund einer Milliarde Pfund (1,2 Mrd. Euro) möchte der Asset Manager für Investitionen in weitere Spezialisten für alternative Anlagen wie private Finanzierungen, Immobilien, Hedgefonds, Rohstoffe, aber auch Flugzeug- und Schiffsfinanzierungen nutzen, schreibt die FT. (jb)