Goldman-Sachs-Vorstandschef David Solomon hat im Rahmen des Weltwirtschaftsgipfels in Davos angekündigt, dass Firmen, die künftig von der US-Investmentbank an die Börse begleitet werden wollen, über mindestens ein Verwaltungsratsmitglied verfügen müssen, das weder hellhäutig noch männlich ist, berichtet das "Handelsblatt". Die neue Regel soll ab 1. Juli für alle IPO-Anwärter aus Europa und den USA gelten. Und ab 2021 müssen mindestens zwei Personen diese Diversitäts-Kriterien erfüllen, um von Goldman Sachs aktienfähig gemacht zu werden.

"Performance immer besser, wenn mindestens eine Frau im Verwaltungsrat saß"
Im Gespräch mit dem US-Sender CNBC betonte Solomon, mehr Diversität in Aufsichtsgremien sein "ein sehr sehr wichtiges Thema, auf das wir uns schon lange konzentrieren". Goldman Sachs wolle neue Wege finden, dies zu fördern.

"Wenn ich mir die Börsengänge in den USA der vergangenen vier Jahre anschaue, dann war die Performance immer besser, wenn mindestens eine Frau im Verwaltungsrat saß", so Solomon. Dies hätten mehrere Studien in den vergangenen Jahren belegt. Laut Solomon habe es in den vergangenen zwei Jahren in Europa und den USA 60 Börsengänge gegeben, bei denen es in den Kontrollgremien keine Diversität gegeben hätte. Goldman Sachs sei bereit, auch auf Geschäft zu verzichten, denn langfristig sei mehr Diversität schlicht besser für Renditen der Unternehmen. (mb)