Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Sie will profitabler werden und stärker wachsen. Die Eigenkapitalrendite des Instituts soll in den kommenden drei Jahren von aktuell zehn auf 13 Prozent klettern, berichtet das "Handelsblatt". Goldman Sachs will so zu Konkurrenten wie JP Morgan Chase aufschließen. Die Eigenkapitalrendite des US-Marktführers liegt bei 15 Prozent.

Die Investmentbank will zudem effizienter werden. So sollen die Kosten nicht höher liegen als bei 60 Prozent des Umsatzes. Momentan liegt die sogenannte Cost-Income-Ratio bei deutlich höheren 68 Prozent. Branchenkenner halten es laut "Handelsblatt" für möglich, dass Goldman Sachs erfolgsabhängige Boni kappt, um die neuen Effizienzziele zu erreichen.

Profit statt Glamour
Goldman-Sachs-Chef David Solomon muss neue, rentable Geschäftsfelder erschließen, aber ohne Bestandskunden zu verprellen, die das Institut vor allem für sein Investmentbanking schätzen. Das Privatkundengeschäft rund um die Online-Tochter Marcus ist deshalb ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie. Bei Marcus bekommen Verbraucher Kleinkredite und gut verzinste Einlagen – ein Geschäft, das nicht sexy ist, sich aber dank steigender Volumina rentiert. 

Darüber hinaus steigt Goldman Sachs in das Geschäft mit Cash-Management ein, in dem Konkurrenten wie JP Morgan und die Deutsche Bank bereits seit längerem aktiv sind. Die Investmentbank tüftelt seit einiger Zeit an einer entsprechenden Plattform, die in den kommenden Monaten ersten Kunden zugänglich gemacht werden soll. (fp)