Wer sein Geld auf dem Girokonto parkt, muss dafür immer öfter zahlen. Mehr als 150 Banken verlangen von ihren Kunden mittlerweile Negativzinsen für Spareinlagen. Nachhaltige Kreditinstitute sind da inzwischen keine Ausnahme mehr, zeigt eine aktuelle Studie der Verbraucherzentrale Bremen. Seit November 2019 haben sich demnach die Kosten für die Kontoführung und Girokarte bei einigen der zwölf untersuchten nachhaltigen Banken leicht erhöht (zur Studie geht es hier entlang). "Der Trend geht generell weg vom Gratiskonto", fasst Anke Rehn, Referentin bei der Verbraucherzentrale Bremen, das Untersuchungsergebnis zusammen.

Der Zinssatz für den Dispositionskredit blieb bei den meisten dieser Banken unverändert hoch; drei haben ihn laut Untersuchung leicht gesenkt. Allein die Bank im Bistum Essen bietet noch ein Girokonto ohne Gebühren und mit kostenloser Girokarte an.

Mehr als nur ein Konto
Bei nachhaltigen Kreditinstituten bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher für ihr Geld indes nicht nur Bankdienstleistungen geboten. "Die Kreditinstitute wenden bei ihren Bankgeschäften ethisch-ökologische Kriterien an. Kundengelder fließen zum Beispiel nicht in bedenkliche Branchen wie die Rüstungs-, Atom- oder Gentechnikindustrie", erklärt Rehn. (fp)