Große Barren boomen: DZ-Bank-Tochter plötzlich im Goldrausch
Geopolitische Spannungen treiben Anleger offenbar in Sachwerte: Die Reisebank meldet deutlich höhere Verkäufe großer Goldbarren. Besonders vermögende Privatkunden setzen verstärkt auf größere Einzelinvestments.
Die Reisebank, eine Tochter der DZ Bank, hat im vergangenen Jahr deutlich mehr größere Goldbarren verkauft als 2024. Als einen Grund für die jüngste Absatzentwicklung nennt das Institut unter anderem geopolitische Unsicherheiten.
Die Bank setzte insgesamt 4.163 Goldstücke mit einem Gewicht von 250 Gramm oder mehr ab, wie sie auf Anfrage von "Bloomberg News" mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es 3.272 Stücke gewesen. Das entspricht einem Anstieg von gut einem Viertel.
Gold als "sicherer Hafen" wieder verstärkt im Fokus
Das passt zu Aussagen von Imke Jacob, Head of Transaction Banking bei der Muttergesellschaft DZ Bank, aus dieser Woche. "Angesichts multipler geopolitischer Krisen rückt Gold als sicherer Hafen wieder stärker in den Fokus", hatte sie in einem Beitrag beim sozialen Netzwerk LinkedIn geschrieben.
Ein 250 Gramm schwerer Goldbarren kostete zuletzt rund 36.000 Euro.
Nachfrage nach größeren Investments steigt
Laut Reisebank zeigt der höhere Absatz schwererer Barren eine steigende Nachfrage nach größeren Einzelinvestments, vor allem bei vermögenderen Privatkunden und semi-institutionellen Anlegern. Der Anteil größerer Investitionsvolumina sei signifikant gestiegen.
Die Reisebank beobachtet bereits seit 2024 eine zunehmende Professionalisierung der Goldnachfrage. "Neben klassischen Absicherungsmotiven spielt zunehmend die strategische Vermögensdiversifikation eine Rolle, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und geldpolitischer Entwicklungen", erklärte die Bank.
Die Reisebank ist der Edelmetallspezialist innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Ein Großteil des Goldes, das Kunden bei ihrer Hausbank ordern, stammt von der Reisebank. Sie agiert als institutioneller Händler und versorgt die Partnerbanken mit dem Edelmetall. (mb/Bloomberg)















