Das Frankfurter Insurtech Clark hat den Versicherungsmakler Malburg übernommen. Mit dem Zukauf beginnt das Start-up, seine Wachstumspläne umzusetzen. Clark-Vorstandschef Christopher Oster kündigte in einer Pressemitteilung weitere Übernahmen mittlerer und großer Maklergesellschaften an. Die Akquisitionen sollen die übrigen Maßnahmen ergänzen, mit denen Clark nach eigenen Angaben in den drei Jahren seit der Gründung rund 100.000 Kunden gewinnen konnte. Das Unternehmen war 2015 mit einem digitalen Versicherungsordner an den Start gegangen. Allein seit Mitte 2017 habe sich die Zahl der Kunden mehr als vervierfacht.

Die Steigerung lässt sich sicher auf verschiedene Kooperationen zurückführen. So haben die Kunden der PSD Bank Hannover, des Fintechs N26 und auch der NIBC Direct Zugang zu dem Versicherungsordner und dem Service des Digitalmaklers (FONDS professionell ONLINE berichtete). 14 Monate hatte Clark auch mit der ING Diba kooperiert. Die Direktbank hat dem Robo-Berater Scalabe dazu verholfen, die Marke von einer Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen zu knacken. Die ING musste die Zusammenarbeit mit Clark aber auf Anweisung der niederländischen Mutter ING Gruppe beenden, die für Versicherungen eine exklusive Kooperation mit der Axa geschlossen hatte.

Malburg-Gründer bleibt Geschäftsführer
Der im saarländischen Püttlingen ansässige Versicherungsmakler Malburg wird künftig als Tochterunternehmern von Clark firmieren. Bis Ende September soll die Kommunikation von Malburg auf die Marke Clark umgestellt werden. Der Gründer und frühere Gesellschafter von Malburg, Jörg Malburg, bleibt Geschäftsführer und soll das weitere Kundenwachstum des Insurtechs mit ankurbelen. Ebenso bleiben die Mitarbeiter in Püttlingen weiterhin am Standort in den Bereichen Kundenservice und Beratung beschäftigt. (jb)