Der Projektentwickler Reconcept expandiert nach Spanien. Dort soll die neu gegründete Tochtergesellschaft Reconcept Iberia S.L. Solarparks und Batterieenergiespeichersysteme (BESS) in der unmittelbaren Umgebung von Standorten der energieintensiven Industrie, insbesondere Rechenzentren, planen und umsetzen. "Erste Vorhaben sind bereits identifiziert und in der Entwicklung", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, das schon in Finnland, Kanada und Südostasien vertreten ist.

Reconcept plant direkt mit Rechenzentren, insbesondere für Cloud-Dienste und KI-Infrastrukturen, und anderen energieintensiven Industrien an den Standorten mit einem hohen Solarenergiepotenzial neue Erneuerbare-Energien-Anlagen. Mit diesen Partnern sollen langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, kurz PPA) abgeschlossen werden. "Unterstützt wird dies durch regulatorische Vorgaben für die Industrie, was den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch betrifft, sowie steuerliche Anreize, diesen zu erhöhen. Erste Gespräche mit Betreibern von Rechenzentren werden bereits geführt", so Reconcept.

Das 1998 gegründete Unternehmen investierte nach eigenen Angaben bis Ende 2025 in Deutschland und international 685 Millionen Euro in Energieprojekte. Früher konnten Anleger Fondsbeteiligungen, Genussrechte und Schuldverschreibungen zeichnen. In der jüngeren Vergangenheit konzentrierte sich die Finanzierung auf Inhaberschuldverschreibungen. (ae)