Die V-Bank hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2021 erneut bei allen relevanten operativen Kennziffern zugelegt – nachdem 2020 das beste Jahr ihrer bisherigen Geschichte war. Das auf Vermögensverwalter spezialisierte Institut verzeichnete in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres einen "regelrechten Schub an Kontoneueröffnungen verzeichnen – und damit auch an neuen Geldern", wie es in einer Mitteilung heißt. Dabei profitierte das Münchner Spezialinstitut aber nicht von einem verstärkten Trend hin zu unabhängigen Vermögensverwaltern.
 
"Wir sind gewohnt, kontinuierlich zu wachsen. Das erste Halbjahr 2021 war allerdings auch für uns außergewöhnlich.  Dabei hat uns in die Hände gespielt, dass die Marktkonsolidierung im Depotbankenbereich spürbar voranschreitet", so V-Bank-Vertriebsvorstand Florian Grenzebach. Einige Vermögensverwalter haben das zum Anlass genommen, mit den Depots ihrer Kunden zur V-Bank umzuziehen. "Wir arbeiten dafür mit einer digitalen Lösung, die es uns erlaubt, auch eine große Zahl von Depoteröffnungen und –überträgen in einem kurzen Zeitraum leisten zu können." 

Wachstum in allen Bereichen
In konkreten Zahlen bedeutete das mehr als 4.800 Kontoeröffnungen in den ersten sechs Monaten des Jahres. Ende Juni führte die V-Bank für ihre Geschäftspartner rund 35.800 Endkundendepots (Ende 2020: 30.546). Dabei konnte die Bank 23 Geschäftspartner neu dazu gewinnen, deren Gesamtanzahl nun 425 beträgt. Das betreute Kundenvermögen lag zum Halbjahr mit 30,7 Milliarden Euro erstmals über der Marke von 30 Milliarden Euro – ein Plus von 5,2 Milliarden Euro im Vergleich zu Ende 2020.

Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich auf rund drei Milliarden Euro. Damit gingen gut 373.000 Wertpapiertransaktionen einher, rund 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum spiegele sich auch in der wachsenden Mitarbeiterzahl: Die V-Bank beschäftigte zum Halbjahr 85 Mitarbeiter, 13 mehr als zu Jahresbeginn. (jb)