Nun kreist der Bargeld-Hubschrauber nach Hongkong auch über Japan: Die Regierung um Premierminister Shinzo Abe will von der Corona-Krise besonders betroffene Haushalte mit Barschecks finanziell unterstützen. Sie sollen je 300.000 Yen (2.540 Euro) erhalten, die aus einem großen Nothilfepaket stammen sollen, das die Regierung bald schnüren will, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Schon während der globalen Finanzkrise 2009 griff Japans Regierung auf das Helikoptergeld zurück, um die heimische Wirtschaft zu stabilisieren. Anders als damals sollen die Schecks diesmal aber nur an bedürftige Haushalte gehen. Die genauen Kriterien stehen laut FAZ noch nicht fest, insgesamt dürften aber rund ein Fünftel der 50 Millionen Haushalte von dem Geschenk profitieren.

Finanzspritzen für Unternehmen
Insgesamt soll das Rettungspaket der Regierung mindestens 60 Billionen Yen (504 Milliarden Euro) umfassen. Neben Helikoptergeld sind der FAZ zufolge auch Finanzspritzen an Unternehmen in Höhe von rund 100 Milliarden Yen (850 Millionen Euro) in der Diskussion. Ebenso denkt die Regierung über eine sechs Monate andauernde Kampagne nach, die den Japanern nach dem Ende der Krise den Urlaub im eigenen Land finanziell erleichtern soll. (fp)