Helvetia baut auf Maklervertrieb
Der frisch fusionierte Versicherer Helvetia Baloise, der seit Kurzem nur noch unter dem Namen "Helvetia" auftritt, hat im Rahmen der Vorstellung seiner neuen Konzernstrategie die Bedeutung des Maklerkanals für den Vertrieb seiner Policen in Deutschland betont.
Die Helvetia Versicherung, die erst kürzlich mit dem Mitbewerber Baloise fusionierte und nach kurzer Zeit als "Helvetia Baloise" künftig nur noch als "Helvetia" aufritt, hat sich ehrgeizige Wachstumsziele in Deutschland gesetzt. Dazu sollen insbesondere Makler als wichtigster Vertriebskanal beitragen, wie die Schweizer Gesellschaft im Rahmen der Vorstellung der neuen Vertriebsstrategie am Mittwoch (15.4.) mitteilte.
Die Helvetia Deutschland ist die größte Auslandseinheit des Versicherers und das Land demnach ein zentraler Markt für ihn. Hier verfügt er nach eigenen Angaben über ein Prämienvolumen von mehr als 2,7 Milliarden Euro, eine Combined Ratio von rund 92 Prozent sowie ein breites Vertriebsnetz mit etwa 3.000 Maklerverbindungen und 750 Partnern im Exklusivvertrieb.
Markenstart Anfang Mai
Daher soll der Maklervertrieb der beiden Einheiten Helvetia und Balosie im Mai zusammengeführt und ausgebaut werden, zeitgleich mit dem Start des neuen Markenauftritts. Medienberichten zufolge werden verschiedene Tarife bis Ende April zusammengeführt. Es bleibt aber vorerst bei zwei Risikoträgern: Helvetia und Baloise. Der gemeinsame Exklusivvertrieb soll im Juli auf die Schiene gebracht werden.
Zugleich bestätigte der Versicherer bei der Vorstellung der Konzernstrategie auf dem "Capital Markets Day", dass im Gesamtkonzern bis zum Jahr 2028 bis zu 2.600 Stellen wegfallen sollen – davon rund 300 in Deutschland. Daneben setzt die Helvetia für das weitere Wachstum auf rentable Sparten und technologische Weiterentwicklung. So werde es Investitionen in IT, Datenanalyse und künstliche Intelligenz (KI) geben. Ziel sei es, Prozesse zu beschleunigen und die Effizienz zu steigern. (jb)













