Die Frankfurter Volksbank hat seit dem Jahr 1990 satte 19 Fusionen hingelegt. Nun ist sie nicht mehr weit von der Spitze der Genossenschaftsbanken entfernt, berichtet Bloomberg: Mit ihren beiden jüngsten Neuzugängen liegt sie nach Bilanzsumme gerechnet nur noch zwei Milliarden Euro hinter dem Branchenführer, der Berliner Volksbank.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Genossenschaftsbanken in Deutschland um 65 Institute auf 1823 gesunken. Die Konsolidierung wird sich fortsetzen, prophezeit Eva Wunsch-Weber, Chefin der Frankfurter Volksbank. "Die Anzahl der genossenschaftlichen Banken wird in Deutschland weiter sinken", sagte sie im Interview mit Bloomberg. Der Wettbewerb sei hart, durch Fusionen werde man effizienter und stärker.

Neueinstellungen statt Kündigungen
Im laufenden Jahr hat sich die Frankfurter Volksbank die Volksbank Griesheim und die Vereinigte Volksbank Maingau einverleibt. Damit hat sie nun 1.700 Mitarbeiter und mehr als 600.000 Kunden bei einer Bilanzsumme von 11,6 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn hat das Institut rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt, vor allem Spezialisten für Steuern, Recht und Risiko-Controlling.

Kündigungen soll es durch die jüngsten Zusammenschlüsse nicht geben. Bei Fusionen gibt die Frankfurter Volksbank eine Beschäftigungsgarantie für fünf Jahre ab. Die Zahl der Stellen wird in den kommenden Jahren trotzdem schrumpfen, weil nicht alle Mitarbeiter, die in Rente gehen, durch neue Mitarbeiter ersetzt werden sollen. (fp)