Rund ein Jahr nach dem Aufruf von LBBW-Vorstandschef Rainer Neske, die Präsenz im Büro besser über den Verlauf der Woche zu verteilen, ist die Anwesenheit an Montagen und Freitagen offenbar weiterhin geringer als zur Wochenmitte.

"Das grundsätzliche Di-Do-Problem bleibt", erklärte Neske am Mittwoch (25.3.) in Stuttgart. "Aber wir sehen schon, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt wieder ins Büro kommen und sich das auch ein Stück weit besser verteilt."

Teilzeitquote beeinflusst Freitage
Zu beachten ist laut Neske, dass die Bank eine relativ hohe Teilzeitquote habe, "die normalerweise auf den Freitag wirkt, was ja logisch ist", erklärte er. "Insofern muss man den Freitag wieder gesondert betrachten." Neske hatte seinen Aufruf vor rund einem Jahr damit begründet, dass die Infrastruktur in der Bank gleichmäßiger ausgelastet werden sollte, etwa Konferenzräume und die Kantine.

Dass in der neuen Welt des hybriden Arbeitens besonders der Freitag und der Montag beliebte Homeoffice-Tage sind, hatte nicht nur die LBBW festgestellt. Auch andere Häuser beobachteten dies, darunter die Helaba und die Apobank. Anders als in anderen Ländern sind die Regeln für das mobile Arbeiten bei vielen deutschen Banken nach wie vor großzügig.

"Leichter Trend, wieder mehr im Büro zu sein"
"Wir sind bei dem Thema Homeoffice von Anfang an auf einem sehr ausgleichenden Pfad gewesen. Den haben wir nicht verlassen. Das hat sich gut eingependelt", so Neske. Bei der LBBW gibt es keine starren Homeoffice-Quoten. "Aber ich sehe schon einen leichten Trend, wieder mehr im Büro zu sein." (mb/Bloomberg)