Nach mehr als einem Jahr Pandemie sehnen sich viele Angestellte zurück ins Büro – endlich wieder einen ruhigen Arbeitsplatz und Kaffeepausen mit den Kollegen. Doch trotz all der Schwierigkeiten, die das Homeoffice mit sich bringt, gibt es weiterhin Gründe für die Arbeit von zuhause aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Jobbörse Stepstone. Der Analyse zufolge schätzen Beschäftigte vor allem die Folgen des wegfallenden Arbeitswegs: Für 74 Prozent ist der geringere Zeitaufwand der größte Vorteil, für 51 Prozent die niedrigere Umweltbelastung und für 50 Prozent die gesunkenen Kosten. Auch der Schutz der eigenen Gesundheit ist für 56 Prozent ein entscheidendes Argument für das Homeoffice.

Viele Arbeitnehmer wollen daher auch nach Corona flexibel bleiben und regelmäßig vom heimischen Schreibtisch aus werkeln. Das zeigt eine zweite globale Studie von Stepstone, dem Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) und The Network, einem Zusammenschluss führender Online-Jobbörsen aus 130 Ländern. Neun von zehn Befragten wollen zukünftig zumindest teilweise aus der Ferne arbeiten, jeder vierte Befragte würde gerne jeden Tag im Homeoffice bleiben. Für die meisten Studienteilnehmer wäre es optimal, wenn sie selbst entscheiden könnten, wo und zu welchen Zeiten sie arbeiten.

Nicht jeder darf im Homeoffice arbeiten
Die Studie zeigt ebenfalls: Ob ein Job auch aus dem Homeoffice verrichtet werden kann, spielt in Zukunft auch eine wichtige Rolle bei der Stellensuche. Zwei Drittel der Teilnehmer berücksichtigen diesen Aspekt. Dem Wunsch nach Flexibilität wird aber aktuell nicht jeder Arbeitgeber gerecht: Der Umfrage zufolge arbeitet seit der Pandemie nur rund die Hälfte der Berufstätigen mindestens an einem Werktag die Woche von Zuhause aus. 

Wer wie häufig im Homeoffice arbeiten kann, hängt stark mit der jeweiligen Berufsgruppe zusammen. Besonders flexibel in Sachen Arbeitsort sind Beschäftigte in IT-Technologieberufen (77%), dahinter Experten aus den Bereichen Digitalisierung und Analytics (75%) und Berater (74%). Arbeitnehmer in traditionellen Bürojobs wie zum Beispiel dem Vertrieb (53%) und der Administration (45%) sind dagegen weniger flexibel. (fp)