Der Asset Manager DWS hat im vergangenen Jahr den Absatz deutlich gesteigert. Anleger steckten unterm Strich 26,1 Milliarden Euro neu in die Fonds des Hauses. Die Hälfte davon floss allein im letzten Quartal der Deutschen-Bank-Tochter zu. In den Jahren 2018 und 2016 hatten Investoren hingegen in Scharen ihr Geld von dem Haus abgezogen. Details zu den wichtigsten Kennzahlen finden Sie in den Grafiken oben.

Die weitaus höchsten Nettomittelzuflüsse verzeichnete die Passiv-Sparte mit den börsengehandelten Indexfonds (ETFs) der Marke Xtrackers.Ihr flossen 19 Milliarden Euro zu. Auch das Alternatives-Segment verzeichnete ein hohes Neugeldaufkommen, gefolgt von Multi-Asset-Fonds. Abflüsse gab es hingegen bei den aktiven Aktien-, Geldmarkt- und vor allem Anleihenfonds. Der Kurs der DWS-Aktie kletterte deutlich und notierte am Freitagvormittag bei mehr als 36 Euro. Das Papier war im Frühjahr 2018 zu 32,55 Euro in den Handel am Frankfurter Parkett gestartet.

Kaldemorgen treibt den Gewinn
Die Firmenführung zeigte sich dann auch zufrieden mit der Entwicklung. "2019 war für die DWS ein starkes Jahr", lässt sich Asoka Wöhrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, in einer Mitteilung zitieren. "Wir haben eine substanzielle Trendwende vollzogen, alle unsere Ziele erreicht und das Unternehmen zurück auf Erfolgskurs gebracht." In jedem Quartal habe das Haus Nettomittelzuflüsse verzeichnet und die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio, CIR) habe das Ziel für das Gesamtjahr übertroffen.

Die Zuflüsse schlugen sich auch in höheren Erträgen und letztlich in einem gesteigerten Gewinn nieder. Vor allem im Schlussquartal 2019 legten die Erträge deutlich zu, " aufgrund signifikant höherer Performancegebühren dank des DWS Concept Kaldemorgen", wie es in der Mitteilung heißt. Dem Flaggschiff des DWS-Urgesteins Klaus Kaldemorgen trugen Anleger mehr Geld zu – was der Fondsgesellschaft deutlich mehr Einnahmen in die Kasse spülte. (ert)