Die Volksbank Ruhr Mitte und die Volksbank Rhein-Ruhr denken laut der Lokalzeitung "Hertener Allgemeine" über eine Fusion nach. Die beiden Institute teilen bislang das Ruhrgebiet unter sich auf. Im kommenden Jahr könnten sie sich zusammenschließen. Aufsichtsratsgremien und Vorstände beider Volksbanken diskutieren derzeit "ergebnisoffen" über einen solchen Schrit, will die Zeitung in Erfahrung gebracht haben.

Hintergrund der möglichen Fusion sind die wachsenden Herausforderungen im Bankensektor, von den anhaltenden Niedrigzinsen über die stärkere Regulierung bis hin zur Digitalisierung. Als zusammengeschlossene Riesen-Volksbank sehen sich die beiden Institute offenbar in einer stärkeren Position, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Mitgliedervertreter müssen entscheiden
Sollten die beiden Ruhrpott-Riesen fusionieren, entstünde eine Genossenschaftsbank mit mehr als 80.000 Mitgliedern, rund 700 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von rund vier Milliarden Euro. Die Gespräche sollen noch bis Ende April laufen. Enden sie mit einem positiven Ergebnis, liegt die schlussendliche Entscheidung über die Fusion bei den Mitgliedervertretern der Banken. Diese würden im ersten Halbjahr 2021 darüber abstimmen.

Die Vorstandssprecher beider Banken zeigen sich zuversichtlich. "Die angelaufenen Gespräche bestätigen uns, den jeweils richtigen Partner auf Augenhöhe gefunden zu haben", zitiert die "Hertener Allgemeine" Thomas Diederichs, Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr. Beide Banken seien "kerngesund" und verbunden durch eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit in gemeinsamen Tochtergesellschaften. (fp)