Die ING Diba hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen – zum fünften Mal in Folge, wie die Direktbank in einer Pressemitteilung betont. Unter dem Strich stand demnach ein Ergebnis von 1,27 Milliarden Euro vor Steuern. Treiber der Entwicklung waren die Zuwächse bei den Girokonten sowie der Wertpapierbereich. Hier kooperiert die ING Diba seit Kurzem mit dem Münchner Robo-Berater Scalable.

"2017 haben wir mehr als 600.000 Kunden gewonnen. Insgesamt vertrauen uns damit 9,1 Millionen Kunden. Das ist wieder ein hervorragendes Ergebnis", sagt Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING Diba, Head of ING Germany, Austria & Czech Republic. "Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg zu einer der führenden deutschen Universalbanken sind. Das allein reicht uns aber nicht: Um in Zukunft noch besser und schneller für unsere Kunden zu sein, wollen wir die erste vollständig agile Bank in Deutschland bauen."

140.000 Kunden für Scalable und ING Diba
Im Wertpapierbereich zeigt sich der Erfolg darin, dass seit dem Start der Kooperation mit Scalable im vergangenen September 14.000 Kunden das Angebot einer auf ETFs basierenden digitalen Vermögensverwaltung angenommen und bereits 330 Millionen Euro investiert haben. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Auch für die Bank lohnt sich das, auch wenn sie die Einnahmen in Höhe von 0,75 Prozent des Kundenvermögens mit Scalable teilen muss. Jue will laut FAZ tatkräftig dabei helfen, Scalable zum größten Vermögensverwalter Europas zu machen.

Privatkundengeschäft
Im Privatkundengeschäft war zudem, wie in den Jahren zuvor, das kostenlose und damit im Gegensatz zu vielen anderen Banken ohne versteckte Strafzinsen erhältliche Girokonto der klare Renner. 2017 konnte die Bank nach eigenen Angaben mehr als 350.000 Neukonten gewinnen. Insgesamt führt sie  nun 2,1 Millionen Girokonten. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase entwickelte sich auch das Geschäft mit Sparanlagen sehr stabil. Die Anzahl der Sparkonten stieg um vier Prozent auf 7,9 Millionen. Damit erhöhte sich auch das Bestandsvolumen im vergangenen Jahr um ein Prozent auf fast 125 Milliarden Euro.  

Das Geschäft mit Verbraucherkrediten lief im Berichtsjahr ebenfalls sehr erfolgreich. 2017 konnte das Produkt bei der ING Diba nochmal um 16 Prozent zulegen. Damit sei das Bestandsvolumen von Verbraucherkrediten um eine auf gut 7,5 Milliarden Euro gestiegen. Das Volumen bei Baufinanzierung legte um zwei Prozent auf mehr als 69,3 Milliarden Euro zu. Mit einem Zuwachs von 19 Prozent konnte auch das Unternehmenskundengeschäft erneut das Wachstum der Bank vorantreiben. Das Kreditvolumen stieg auf gut 31 Milliarden Euro. (jb)