Institutioneller Fonds kauft Immobilienmanager Fairvesta
Der Fondsinitiator und Immobilienhändler Fairvesta bekommt einen neuen Eigentümer. Die Familie Knoll, die das Unternehmen 2002 gegründet hat, zieht sich zurück.
Der Immobilienmanager Otmar Knoll hat vermutlich den Deal seines Lebens gemacht. Er nutzt die Gunst der Stunde und verkauft geschickt in der aktuellen Boomphase der Immobilienmärkte die Fairvesta Gruppe. Der institutionelle Fonds "Activum SG Fund V“ übernimmt das in Tübingen ansässige Unternehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, heißt es in einer Pressemitteilung.
Fairvesta verwaltet nach eigenen Angaben zurzeit 14 Immobilienfonds und 150 Immobilien in Deutschland. Das verwaltete Vermögen soll 800 Millionen Euro groß sein. Für die nach Fairvesta-Angaben rund 18.000 Anleger der Immobilienfonds ändert sich durch den Eigentümerwechsel nichts, da die Immobilien in den Fonds und die Fondsanteile bei den Anlegern bleiben, bestätigte das Unternehmen auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE.
Frontman Knoll verabschiedet sich
Fest steht aber offenbar, dass sich Otmar Knoll operativ vollständig zurückzieht. "Für mich und meine Frau ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, die Fairvesta an den idealen Partner weiterzugeben und so die Zukunft für unser Lebenswerk zu sichern", erklärt der frühere Fairvesta-Generalbevollmächtigte in der Aussendung. Der langjährige Vorstand Hermann Geiger ist bereits im Sommer 2017 ausgeschieden. An seine Stelle trat Ingo Kursawe. Außerdem ist Knolls Tochter, Jasmin Arpke-Knoll, in der Geschäftsführung tätig.
Fairvesta soll dem Vernehmen nach bestehen bleiben. "Unser Ziel ist es, die Performance der Fonds zu fördern, für private Anleger attraktive Produkte im deutschen Immobilienmarkt zu konzipieren und damit das bisherige Wachstum der Fairvesta Gruppe noch einmal zu forcieren", erklärt Richard Wartenberg, Head of Real Estate bei Activum SG, in der Pressemitteilung. Fairvesta wirbt mit einer zweistelligen Rendite der Immobilienfonds, wobei bis dato nur ein Fonds aufgelöst wurde und das Unternehmen wie berichtet nicht so transparent ist wie die arrivierten Anbieter in der Sachwertinvestmentbranche. (ae)















