Wefox hat nach Berichten des Branchenportals "Gründerszene" erstmals Geschäftszahlen vorgelegt. Demnach hat das Insurtech, das 2015 noch unter dem Namen Financefox mit einem digitalen Versicherungsordner an den Start ging und mittlerweile als technische Abwicklungsplattform für Makler fungiert, im vergangenen Jahr 13 Millionen Euro über seine Makler-Plattform ab. Eine Provision von etwa 30 Prozent zugrundegelegt errechnen die Gründerszene-Autoren daraus einen Umsatz von circa vier Millionen Euro. 

Die Meldung ist insofern interessant, da Start-ups in der Regel keine Geschäftszahlen veröffentlichen. Daher ist auch schwer zu sagen, wie Wefox mit seinen 230.000 Kunden im Vergleich zu anderen Fintechs im Versicherungsbereich dasteht. Das Portal weist zurecht darauf hin, dass etwa der Online-Makler Clark, der in den vergangenenen Wochen eine Reihe an Kooperationen schließen konnte, nach eigenen Angaben rund 100.000 Nutzer hat. Mehr ist aber nicht bekannt.

12.000 Policen für eigenen Versicherer
Vor einigen Monaten hat sich Wefox vergrößert: Die neu gegründete Wefox Holding, unter der die Maklerplattform hängt, hat mit "One" einen eigenen Digital-Versicherer gegründet. Dieser bietet im Augenblick eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung an. Seit dem Start haben laut Wefox-Chef Julian Teicke insgesamt 12.000 Kunden eine Police abgeschlossen.

Laut Gründerszene habe das Unternehmen Kunden damit gelockt, dass die Versicherung zwölf Monate lang kostenlos ist. Ein Großteil der Abschlüsse sei aber über das Makler-Netzwerk von Wefox gekommen, so Teicke. Für das erste Jahr stehe im Geschäftsplan von One ein konservatives Umsatzziel von zwei Millionen Euro. Dieses Ziel aber werde das Versicherungsstartup übertreffen, ist man sich bei Wefox sicher. (jb)